Die Landesbühnen erfüllen einen kulturpolitischen Auftrag
Die Landesbühnen sind unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft mit einem klaren kulturpolitischen Auftrag:
- Sie tragen niveauvolle, engagierte Theaterkunst auch in die entlegensten Winkel der Regionen Deutschlands, um neben anderen Anbietern Theater bzw. Städte ohne eigene Ensembles kontinuierlich mit Theaterkultur zu versorgen.
- Die Landesbühnen erfüllen die Aufgaben eines Stadttheaters auf regionaler Ebene.
- Die Landesbühnen stiften Identität in ihrem Spielgebiet ebenso wie die Staats- und Stadttheater in einer Kommune.
- Die Landesbühnen sind Orte der Freude und der Besinnung, Orte des streitbaren Austausches, der Unterhaltung, der Bildung und der gesellschaftlichen Kommunikation.
- Die Landesbühnen ermöglichen den lebendigen Dialog zwischen
Künstlern und Publikum an ihrem Stammsitz ebenso wie im Abstechergebiet.
Die unverzichtbare Basis für die Erfüllung dieser Aufgaben ist die Form des Ensemble- und Repertoiretheaters.
Die Landesbühnen bieten in allen Sparten und Genres ihre Arbeit an
Im Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater, im Musiktheater und Ballett, in Produktionen auf der großen Bühne wie im Studio oder Open Air, in Klassenzimmern, Bussen, LKWs etc.
Das Spielplanangebot der Landesbühnen reflektiert die Vielfalt des Theaters schlechthin: Klassiker neben Zeitstücken, Uraufführungen, barocke wie moderne Opern, Musicals, Konzerte, Boulevardkomödien, zeitgenössisches Tanztheater neben klassischem Ballett, dazu Kleinkunst, Kabarett, Lesungen, Feste und kulturelle Veranstaltungen, die in regionale Traditionen eingebunden sind.
Die Landesbühnengruppe im Deutschen Bühnenverein
Die Landesbühnengruppe im Deutschen Bühnenverein ist ein Zusammenschluss der deutschen Landesbühnen mit dem Ziel, landesbühnenspezifische Themen und Interessen gemeinsam zu vertreten und die kulturpolitische Breitenwirkung der Landesbühnen zu verstärken.
Die Landesbühnengruppe zeichnet sich durch folgende Aktivitäten besonders aus:
- Die Landesbühnengruppe gibt jährlich das Landesbühnenjournal heraus, das eine Selbstdarstellung aller Landesbühnen einschließlich des Spielplanangebotes einer Spielzeit umfasst.
- Die Landesbühnengruppe widmet sich besonders der zeitgenössischen Dramatik durch die Ausschreibung des Autorenförderpreises. Um die Bereitschaft der Landesbühnen auch für Uraufführungen zu fördern, wird jährlich ein Preis in Form eines Stipendiums vergeben, der an den Autoren und die uraufführende Landesbühne geht. Von diesem Preis geht ein wichtiges kulturpolitisches Signal aus, weil so auch fernab der Metropolen entscheidende Theaterereignisse stattfinden.
- Die Landesbühnengruppe führt im Rhythmus von zwei Jahren die Landesbühnentage durch: jeweils ein Landestheater oder ein Bespieltheater richtet ein Theatertreffen der Landesbühnen aus, an welchem ein Querschnitt des umfangreichen Repertoires gezeigt wird.
- Die Landesbühnengruppe ist regelmäßig auf der INTHEGA, der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V., vertreten. Durch eine gemeinsame Präsentation der Landesbühnen auf dem Theatermarkt unter Beibehaltung des individuellen Profils der einzelnen Theater -, wird die kulturpolitisch herausragende Bedeutung der Landesbühnen unterstrichen.
